Banshee Alte Folge 48

Nachricht von Balbutin Hindrance, vom 11.04.2022

Okay. Schreib jetzt. Auf Deutsch. Versprochen. Diana liest mit. Ja. Meine Frau. Ich mach die Fehler, Diana macht besser. Ist so. Deswegen ich hab geheiratet sie. Nein. Ja. Aus Liebe, vor allem. Aber ich brauch eine die richtig macht. Für mich. Ich mach falsch, sie macht richtig, that‘s the way it goes. Sorry. Auf Deutsch.

Angefangen. Angefangen hat das, Diana hat erzählt. Wir haben gestritten. Wegen Besucher. Sie hat gesagt, wir schuld. Wir reden von die Besucher, immer wir reden. Deshalb die kommen. Ich: Die sind da, deshalb wir reden. Sie: Nein, ihr redet, deshalb sind die da. Ich: Wieso denkst du? Diana: Wenn du die rufst, die kommen. Ich: Niemand hat die gerufen. Sie: Du weißt gar nichts. Ihr habt keine Ahnung. Ihr wisst nicht, was ihr da tut. Ihr macht alles kaputt. Unser Leben macht ihr kaputt.

Und ich hab immer nur gehört: Jemand hat die gerufen. Ich, ich hab angefangen, ich hab gefragt: Diana, wer hat die gerufen? Und sie: Du gehst jetzt zur Therapie! Und ich: Diana, du sagst, jemand hat gerufen. Wer hat die gerufen? Weißt du was? Und sie: Ich weiß gar nichts, nichts weiß ich, ich will, dass die wieder weg sind, ihr bildet euch das alles doch nur ein, wieso seh ich die nicht, ich müsst die doch zuerst sehen.

Hat Diana gesagt. Da war es gesagt. Ich müsst die doch zuerst sehen. Ich: Wieso du? Sie: Na, ich bin deine Frau. Du siehst, warum ich nicht? Ich: Nein, Diana, du sagst, du musst die sehen zuerst. Warum.

Then she has screamed and thrown things at me. Sorry, Deutsch. Sie hat geworfen Sachen nach mir. Und ich hab gewusst, da ist was.

Und dann ich bin gegangen zu Therapie. War alles Lüge. Ich bin rausgegangen, da waren sie wieder. Und die Frauen. Sahen aus wie Diana. Ich hab Angst bekommen, ich konnt nicht mehr denken. Vielleicht die sind da wegen Diana. Vielleicht die wollen Diana holen. Denken, Diana ist eine von ihnen. Diana hat was damit zu tun, dass die da sind. Da ist was. Ich muss weg. Wenn ich abhaue, die kommen vielleicht hinter mir her. Kümmern sich nicht mehr um Diana. Ja. Das ich hab gedacht. Habt ihr schon rausgekriegt. I was in panic. Ich wollte nicht weg. Nicht weg von Diana. Und den Kindern.

Ich hab gedacht und gedacht. Immer Denken, in meinem Kopf. Gedacht und gedacht. Mein Vater. Mein guter alter Vater. Hat mir gesagt, wenn du willst eine Gnade von Gott, dann du musst ein Opfer bringen. Steht so in der Heiligen Bibel. Du musst Gott ein Opfer bringen. Wenn Gott soll Diana schützen, vor den Besuchern, ich muss bringen ein Opfer.

Ich war verwirrt. War nur noch Streit mit Diana. Diana hat gewollt, ich euch schreiben, ist Schluss zwischen uns. Ich soll euch schreiben, ich weiß jetzt, alles Illusion. Ich hab geschrieben, damit Diana zufrieden. Nur deshalb. Ich zu Therapie, damit Diana zufrieden, nur deshalb. Und alles schlimmer und schlimmer. Und ich gedacht, ich muss das Opfer bringen, ich muss gehen, ich muss verlassen meine Familie. Schlimmstes Opfer. Ich muss weg, dann die Besucher hinter mir her. Weg von Diana.

Ich hab gedacht, die schon in der Wohnung. Ich muss Diana schützen. Die Kinder.

Das ich hab gedacht. Und ich ein paar Sachen in die Tasche, und weg.

Ich bin gerannt. War Nacht. Diana hat geschlafen. Sie hat nicht gemerkt. Ich musste auf Couch schlafen, weil Diana was angry with me. So she hat nicht gemerkt, ich weg.

Bin gerannt. Bis raus zur Autobahn. Raststätte. Dort einer mit Laster. Hat gedacht, ich Tourist. Hab gesagt, ich will Berlin. Hat der alles geglaubt, hat gedacht, ich Tourist. Hat mich mitgenommen ein Stück. Wurde hell, da ich schon weit weg von zu Hause, auf Autobahn.

Hab an der Straße gestanden. Anhalter. Hab an Diana gedacht. Hab geschlafen, einmal in einem Park, auf Bank. Dann unter Brücke. Nur weg, nur weiter. Dann ich hab wieder einen gefunden, der hat mich mitgenommen. Immer Richtung Berlin. Ich immer gedacht, wenn ich in Berlin, dann ich schicke Geld an Diana. Hab an meinen Job gedacht. Alles vorbei. Alles vorbei, Wohnung Familie Frau Job alles vorbei. Das ist das Opfer. Ich hab gerufen. Gott, ich hab alles aufgegeben. Jetzt du wirst meine Familie schützen, ja?

Da war Schweigen. Gott Schweigen. Einmal, ich hab gestanden hinter Klo, auf einer Raststätte, ich hab geweint. Dann ich gedacht, was mach ich, ich muss zurück, zu meiner Familie. Dann, wenn ich gehe zurück, dann sind da wieder die Besucher, wegen mir. Ist alles wegen mir, ich hab gedacht. Und dann wieder: Diana hat was damit zu tun. Diana hat mir nicht gesagt, nicht alles. Diana hat kein Vertrauen zu mir.

Wenn meine Frau kein Vertrauen zu mir, dann besser ich gehe. Besser, ich bin aus der Welt. Besser ich bin weit fort. Das ich hab gedacht. Und dann ich hab wieder geweint.

Nachricht von Diana Hindrance, vom 12.04.2022

Hab mich noch nie in meinem Leben so mies gefühlt. Will das hier nur dazwischen schieben. Als Balbutin das alles zuerst erzählt hat, in der Nacht bei PvM, da hab ich gedacht, jetzt sitz ich hier, schlechteste Ehefrau aller Zeiten. Es ist wahr, was Balbutin erzählt. Ich hab mich verplappert. Aber ich hab nicht die Wahrheit gesagt. Ich hab nicht wirklich gesagt, dass ich zu den Gefallenen Engeln gebetet hab. Aber es ist mir irgendwie was rausgerutscht, eine Andeutung, und der hat natürlich sofort die Ohren gespitzt. Das ist alles meine Schuld, ich wünschte, alles wär anders gelaufen. Aber jetzt ist er wieder da, ich schwör, ich mach jetzt alles besser, versprochen von jetzt an will ich ein guter Mensch sein, bitte.

Ich kratz bloß ein bisschen an Balbutins Wörtern rum, dass wenigstens die Rechtschreibung richtig ist, manchmal könnt ihr sonst nicht verstehen, was meint der überhaupt. Sonst lass ich alles so stehen. Sind seine Worte, nicht meine. Der ist so außer sich, sein Englisch ist auch nicht besser. Ich sitz die ganze Zeit neben ihm. Ich lass den nicht mehr fort, nie mehr lass ich den gehen.

Nachricht von Balbutin Hindrance, vom 12.04.2022

Bin bis Berlin. Manchmal gelaufen. Doch. Hab gedacht, egal. Einfach immer die Straße. Nächster Ort. Straße. Flach, alles ganz flach. Felder. Dörfer. Wieder Felder. Hab beim Pfarrer geklingelt. Manchmal gab einen. Manchmal nicht. Hab nie gelogen. Hab gesagt, personal disaster, that‘s the reason why. Haben nie gefragt. Einmal ich hab bekommen Unterkunft, für drei Tage. Neue Schuhe. Essen. Dann ich hab wieder gestanden an Straße, Daumen hoch. Hat mich immer einer mitgenommen, ich mit Brille. Vertrauenswürdig. Dann die Stadt. Berlin.

Und da waren sie wieder. Sie. Gesessen. In den Straßen. Ich hab gesessen im Park. Überall Ecken. Winkel. Dann kamen welche, das unser Platz. Ich schnell weg. Hab Bibliothek gefunden. PC. Hab gelesen. Dann gekauft billig Handy. Gibt’s. Zum Wegwerfen. Hab geguckt, was ihr sagt. Was Diana sagt. Dann ich bin gegangen zu Bank.

Mein Bruder. Halbbruder. Sohn von meinem Vater. Halbbruder. Doppelt alt wie ich. Hat Firma verkauft, ist in Pension, hat mir gegeben Summe. Einfach so. Hat deponiert auf Bank. Diana nichts gewusst. Ich immer gedacht, wenn Not, dann ich hab Überraschung. Also ich zu Bank, hab Ausweis, hab Kennwort, hab bekommen Geld. Diana geschickt. Und immer die Besucher. Überall in der Stadt. Ich gedacht, ich bleib jetzt hier. Geh verloren. Bin weg.

Einmal zwei mich geschlagen. Wollten Geld. Kamen Leute, sind gerannt. Ich Blut an der Nase, sonst okay. Da war Wasser, da war ein Kanal. Drüben eine goldene Kuppel. Jemand zu mir, Bruder, auch du bist gerettet. Ich hab gehört Akzent, Amerikaner. Missionare. Wir geredet, die waren begeistert. Ich wieder nicht gelogen. Personal disaster. Sie mich mitgenommen, ich hab ein Bett bekommen. Dusche. Das war so gut. Richtiges Klo, endlich.

Ich denen gesagt, ich Katholik. War denen egal. Haben gefragt, willst du den Herrn bekennen. Ich, ja. Bin ich mit denen raus, auf die Straße. Wir sind gegangen in die Bahnhöfe, in die Parks. Haben geredet. Du bist gerettet, Gott liebt auch dich. Die haben Küche, ich geholfen. Tische gedeckt, Essen ausgegeben. Alte Leute gekommen, ganz regulär. Stammgäste. Leute von der Straße. Wir haben Bibeln verteilt, das Wort Gottes. Das Ende ist nahe. Wir müssen sammeln, Menschen sammeln. Bekehren. Wenn der Herr kommt, und fragt, dann können die sagen, Herr, wir haben dich bekannt. Denn das steht geschrieben, die nicht den Herrn kennen, die kennt der Herr auch nicht.

Ich hab gesessen und gedacht. Immer gedacht. Das ist wahr, hab ich gedacht. Wenn der Herr kommt und sammelt, dann ich will, er nimmt mich mit. Ich will, er kennt meinen Namen. Ich will, er ruft mich, komm mit mir. Ich will, er kennt mich. Natürlich will ich das. Also muss ich auch Zeugnis ablegen für den Herrn, jetzt. Sagen, er ist der Herr. Wenn ich nicht sage, er ist der Herr, warum soll er sagen, du bist mein Kind? Also bin ich gegangen, auf die Straße, hab geredet und eingeladen. Wir sind Fischer, haben sie gesagt. Wir fangen Fische für den Herrn.

Und immer ich in die Bibliothek. Ihr habt geschrieben, und ich hab gelesen. Und dann Diana hat geschrieben. Dass sie ist Jüdin, dass sie hat gebetet, dass sie hat gerufen die Besucher. Ich wieder in der Küche, ich gedacht. Waren gute Menschen, die Missionare. Haben nicht gefragt.

Ich hab gedacht an Diana. Immer ich hab gedacht. Ich hab gedacht, mein Leben. Steht in der Schrift. Das Leben ist nichts wert, wenn du nicht willst es geben. Mein Leben, meine Gabe. Das hab ich gedacht. Ich geb mein Leben, für Diana, für die Kinder.

Und da war Zeit, viel Zeit. Weiß nicht mehr, was ich alles gemacht. Ayse in Weldbrüggen. PvM geschrieben, viel geschrieben. Ich hab gelesen, ich hab nicht verstanden alles.

Aber dann, da waren vergangen Monate, und ich hab nie geredet zu den Missionaren, von den Besuchern, nie, kam der Galgenvater. Hieß so. Galgenvater. Sagte, ich bin der Galgenvater, und ich bin gekommen, den Herrn zu bezeugen. Und der sagte, ich bin ein Abgesandter, ich habe Botschaft, das Ende der Zeit ist nahe. Mein Bruder hat Kunde, neue Kunde, vom Ende der Zeit. Mein Bruder Burroblast.

Nachricht von Balbutin Hindrance, vom 13.04.2022

Das Ende der Zeit ist da, sagte der Galgenvater. Die Missionare, sie die Bibel heben hoch. Ihr wisst nicht den Tag und die Stunde, da steht. Nur Gott weiß den Tag und die Stunde. Der Galgenvater aber: Seht die Zeichen! Sind unter uns die Wesen, die seht ihr nicht. Aber sind, die sehen. Sind, die rufen. Die Missionare wieder: Götzendienst! Totenbeschwörer!

Ich zu den Missionaren: Ich red mit dem, ich will wissen, was meint der. Sie: Red nicht mit dem, der ruft Satan. Ich: Ich muss das wissen. Also hab ich geredet mit dem Galgenvater, dem Bruder vom Burroblast. Was sind das für Namen, hab ich gefragt. Hab solche Namen noch nie gehört. Er: Ich bin der Galgenvater Mulkenmund, das ist mein offenbarter Name. Ich: Offenbart? Er: Ist uns gesagt worden. Burroblast Mulkenmund, Galgenvater Mulkenmund. Ich: Was sind das für Wesen, die Wesen unter uns? Er: Besucher! Beobachten uns! Sind da! Ist groß Geheimnis! Nur die Auserwählten sehen die! Ich: Was für ein Geheimnis? Er: Der Endkampf. Im Kosmos. Die Scharen sammeln sich. Im Universum. Die Mächte und Gewalten. Da sind zwei Seiten. Licht und Finsternis. Schwarz und Weiß. Sieger und Verworfene. Die Menschen wissen nichts, nichts wissen die Menschen. Ihr müsst euch alle entscheiden. Du musst dich entscheiden, ich muss mich entscheiden, jeder. Für die eine Seite oder die andere. Kosmischer Kampf. Kampf zwischen den Himmlischen Heerscharen. Planetare Kriege. Zwischen den Wesen, die dort oben wohnen. Da müssen wir Partei ergreifen, für die eine Seite oder die andere. Die Menschheit muss Partei ergreifen. Haben wir noch nicht. Müssen wir aber. Auch die Besucher haben sich noch nicht entschieden. Alles noch offen. Aber nur wer sich richtig entscheidet, der wird die Krone erben. Herrscher wird der sein! Über Planeten und Himmelsreiche! Denn der Herr, der Sieger, der siegreiche Herr, er wird die Gerechten belohnen, er wird verteilen die Königreiche, und gerecht sind alle, die auf seiner Seite kämpfen.

Ich bin gegangen, beiseite, hab gebetet, hab geredet mit den Missionaren. Die: Es ist alles in Gottes Hand. Rede nicht mit den Totenbeschwörern.

Ich wieder bin gegangen, beiseite, habe geweint, habe gebetet. Habe gerufen Gott, habe gesagt: Meine Frau, meine arme Frau, sie ist doch keine Beschwörerin, von Dämonen. Sie hat gerufen zu den Engeln, die DU verworfen hast. Sie hat gerufen, weil die Engel haben geholfen ihrer Familie. Haben geschützt ihre Familie! Deshalb sie hat gerufen, weil sie Hilfe wollte, und ich bin schuld, ich habe sie nicht festgehalten, ich habe sie nicht geschützt, meine Frau Diana hat kein Vertrauen mehr zu mir gehabt, mea culpa, mea maxima culpa.

Und da hörte ich die Stimme des Herrn, es war die Stimme aus den Wolken, die sagt zu mir: Erfülle deinen Auftrag.

Nichts weiter. Das waren die Wolken am Kanal, über der goldenen Kuppel, und ich rief: Was für ein Auftrag? Aber da war nur Schweigen.

Also hab ich gedacht und gebetet, und auf einmal hab ich gewusst, ich kann die Besucher sehen, das ist mein Auftrag. Die Besucher sind mein Auftrag.

Also ich bin gegangen zu dem Galgenvater, der traf in der Stadt Berlin viele Menschen und vielleicht noch andere Wesen, und ich sagte zu dem Galgenvater, dem Galgenvater Mulkenmund: Ich weiß was über die Besucher.

Er: Was weißt du?

Und ich beschrieb ihm alles, wie die Besucher aussehen, wie ihre Frauen aussehen, was sie tun, wo sie sich aufhalten.

Da wurde das Gesicht von dem Galgenvater spitz wie das Gesicht von einem Toten, und er nahm mich beiseite und er fragte mich: Woher weißt du das alles, wer hat dir das erzählt?

Ich: Niemand hat mir das erzählt.

Er: Woher weißt du das dann?

Ich: Ich kann sie sehen.

Nachricht von Balbutin Hindrance, vom 14.04.2022

Durch die große Stadt, ich führte ihn, den Galgenvater. Ich sah sie. Waren überall. Sahen an die Menschen. Sahen uns an. Große Augen, verlangende Augen. Sehen uns an. Von draußen. Ich begreif jetzt. Das sind gar nicht sie das sind gar nicht die Besucher. Was wir sehen, diese Gestalten, das sind Fenster. Die Gestalten sind Fenster. Ihr kennt das. Geht in die Kirchen. Da sind Fenster bunte Fenster. Auf den Fenstern gemalte Gestalten. Von draußen, Licht, ja? Von draußen Licht, durch die Gestalten. Durch die Gestalten hindurch. So die Gestalten leuchten. Ihr könnt sehen die Gestalten. Solche Gestalten sind die Besucher solche Fenster sind die Besucher. Versteht ihr versteht ihr? Die Besucher sind gar nicht da, nicht wirklich. Doch sie sind da, aber draußen. Hinter den Gestalten hinter den Besuchern den Fenstern. Wir sie sehen. Aber sie sind immer noch draußen. Was wir sehen, das sind ihre Fenster. Fenster in der Gestalt von den Besuchern. Und durch diese Fenster sie schauen herein. Herein in unsere Welt. Versteht versteht ihr was ich sagen will. Das sind Fenster, die bewegen sich, in unserer Welt. Und durch diese Fenster schauen die Besucher herein in unsere Welt.

Die sind Gefangene. Etwas ist geschehen mit ihnen. Die schauen durch diese Fenster hinein in unsere Welt. Wie Gefangene schauen aus ihren Gittern hinaus in die Welt. So schauen die hinein in unsere Welt, nur die Fenster sind beweglich, fliegen mal hierhin mal dorthin. Haben die Gestalt unserer Welt ich mein ich will sagen Gestalt die passt in unsere Welt. Gestalt ungefähr von Menschen. Machen ungefähr was Menschen machen. So wenn sie gesehen werden sie ungefähr sehen aus wie Menschen. Und dahinter die Besucher die Gefangenen. Aber wir wissen nicht wie sehen die aus die Besucher. Die schauen nur herein zu den Gestalten.

Das ich hab verstanden. Könnt ich das nur sagen. Wie ich hab gefühlt. Ich hab das gesehen. Ich hab sie angesehen, die Besucher, und ich hab gewusst, dahinter seid ihr. Hinter diesen Gestalten. Ich hab reingeguckt in die Gestalten wie in Fenster. Wie in Fenster, die die sind. Und dahinter diese Wesen diese fremden Wesen, sehnsüchtig gucken die durch die Fenster hinein in unsere Welt, die wollen was von uns, die gucken rein und hoffen die sehen uns die sehen unsere Welt und die hoffen und wollen. Und wir wissen nicht was die wollen. Und die brauchen das so dringend oh mein Gott was brauchen die bloß so dringend was wollen die. Da ist was. Das wollen die von uns das sollen wir ihnen geben das können wir ihnen geben.

Ich hab so an Ayse gedacht. Wie die vor ihr in die Knie gehen. Wie die sie anschauen ohne Ende. Und ich hab nichts gesagt nichts von Ayse nichts von euch allen zu dem Galgenvater nichts hab ich gesagt hab nur gesagt dem ich sehe. Und der hat mir nicht geglaubt, wir aber durch die große Stadt, und waren da Menschen, auf den Straßen, überall die Autos die Züge und die Straßenbahnen all die großen Häuser die Kreuzungen und die Menschen wie sie über die Straßen rennen und dazwischen, dazwischen die Besucher immer wieder die Besucher sehnsüchtig guckend durch ihre Fenster, und ich alles genau erzählt erklärt, und irgendwann, hat mir geglaubt, der Galgenvater, hat mir wirklich geglaubt, ich aber hab ihm nichts gesagt von den Fenstern, versteht ihr, ich hab ihm gar nichts gesagt, hab ihm nur beschrieben die Besucher, hab nur gesagt, was ich hab gesehen, bis er hat geglaubt.

Der war so aufgeregt war der der hat fast geschrien fast geschrien hat der vor Aufregung du siehst die wirklich hat er gesagt. Und: Rede zu mir was siehst du wie sehn die aus. Und ich hab ihm beschrieben, was ich seh, aber ich hab nichts gesagt nichts gesagt hab ich nicht von Diana nicht von euch von Ayse nichts dass die Fenster sind nichts. Der hat das gemerkt, ich weiß noch mehr, und der hat gefragt und gedrängt, ich hab aber nichts gesagt, und dann er hat Geld geschmissen mir Geld gegeben. Hat gedrängt richtig gedrängt hat mir aufgedrängt Geld und ich hab genommen und hinterher geschickt Diana.

Und dann hat der von Burroblast geredet. Sein Bruder. Burroblast Mulkenmund, in der Stadt Köln. Wir wissen Dinge hat er gesagt. Immer wieder hat er das gesagt wir wissen Dinge davon weißt du nichts. Wir haben die Erklärungen. Wir sind die wissen du bist der sieht. Das hat er immer wieder zu mir gesagt. Du bist der sieht, wir sind die wissen. Immer ist einer der sieht, und immer sind welche die können erklären. Du siehst wir erklären. Das war seine Sage. Wir wissen.

Ich hab nichts gesagt, nichts von PvM und was der gefunden hat und was der denkt, nichts hab ich gesagt. Nichts von Diana und wie die gebetet hat zu den Gefallenen Engeln. Red du, hab ich gedacht. Red du, hab ich gesagt, und hab gehört, und der hat gar nicht wieder aufgehört zu reden. Vom Ende der Zeiten und von seinem Bruder Burroblast und von den kosmischen Kämpfen. Und von den zwei Parteien. Die zwei gewaltigen Heere, die kämpfen da draußen, um Sieg oder Untergang. Und jetzt der Kampf kommt auch auf den Planeten Erde, und da ist Zeit, wir müssen Partei ergreifen wir alle. Für die eine Seite oder die andere. Auch für uns Sieg oder Untergang.

Und dann er hat angefangen, der Galgenvater, er mir gemacht große Versprechungen. Ein gewaltiger Platz ist uns bereitet, hat er gesagt, und nun gehörst du dazu. Du bist der sieht, wir aber sind die wissen. Wir können alles erklären. Komm mit nach Köln, wo ist Bruder Burroblast Mulkenmund. Dort warten die Offenbarungen, dort ist Wahrheit, dort wird dir alles erklärt werden.

Nachricht von Balbutin Hindrance, vom 15.04.2022

Ich ging zu den Missionaren. Ich habe nicht gelogen. Ich darf euch nicht alles sagen, ich habe gesagt. Ich gehe mit dem Mulkenmund. Ich glaube, der betet an Satan. Ich will wissen. Da sind noch andere Dinge. Ich kann euch nicht sagen.

Geh nicht mit dem, sie sagen. Ich: Ich muss, ich muss wissen. Dann wir haben geweint, haben gebetet zusammen. Sie mich gesegnet, waren gute Menschen, haben mir geholfen, haben für mich gebetet. Ich mich verabschiedet, nicht gern.

Der Galgenvater hatte ein Auto, und wir uns gemacht auf den Weg nach Köln. Sind gefahren einen ganzen Tag. Überall Nebel, manchmal Regen. Der Galgenvater geredet, weiß nicht was. Dann er hat Musik gemacht, und wir geschwiegen.

Am Abend Köln, und ich hab Zimmer bekommen, in Wohnung von Galgenvater. Ich hab gewusst, ich Gefangener. Kleine Wohnung, und drin Papier, bis zur Decke. Vor dem Fenster, Wasserrohr, von Dach. Und Hauskante, darauf Moos. Ganz grün, und nass von Regen. Tief unten, kleiner Hof. Cobblestones, weiß nicht was heißt auf Deutsch. Alles nass, tropfte. Unschuldig. Ich plötzlich gewusst, die Welt ist unschuldig. Regen Steine Moos Nebel. Unschuldig. Und ich gehabt Angst, vor den Menschen, vor dem Galgenvater. Dann ich gedacht an Diana, ich hab immer gedacht an Diana, ich muss finden, hab ich gedacht, ich muss wissen.

Nicht geschlafen die Nacht. Ich immer hab meinen rosary in der Tasche, Geschenk von meine Mutter, ich hab gebetet, die ganze Nacht. Hail Mary, full of grace. Hat geholfen. Ich gewusst, mir passiert nichts, was der Herr nicht will.

Hab trotzdem gehabt Angst.

Nächster Morgen, Frühstück. Hat sich sich hat Mühe gegeben der Galgenvater, waren Croissants und Honig und Butter und Marmelade und Schinken und Eier, ich hab gegessen, und draußen Regen, ganz fein und dicht.

Als wir gehen hinunter, Treppenhaus, tief, schmal, da Fenster hinaus, unten Straße, und zwischen den Dächern ich gesehen den Dom, gesehen die Spitzen, im Regen, ich so froh, so froh. Und dann wir gefahren zu dem Burroblast.

Hat Peter geschrieben, wie aussieht bei Burroblast. Ich hab den aber gesehen, okay, stehen gehen. Gewaltig. Kam mir entgegen. Tritt auf dem Boden, Bretter haben gebogen. Gewaltig, ungeheuer. Masse. Schwer. Hand, mir hat Hand gegeben. Hand wie Schinken. Und Gottes Wort war in mir, und ich gesagt: Du wirst sterben, du kannst so nicht leben. Und er: Ich bin der Erwählte. Ich bin der weiß. Bist du der der sieht?

Ich wollte nicht sagen, ich bin der sieht. Auf einmal ich wollte nicht. Ich hab gedacht, ich sehe, aber nicht für euch. Und dann hab ich gesehen, was auch hat gesehen Peter. Das Ding. Über Burroblast. Bloß ich hab anders gesehen als Peter. Nicht bloß Schatten. Dick. Glänzend. Wie schwere Masse Öl. Schwarzes Öl. Schwimmend. Band. Starke Schlange. Aus Öl. Hat sich gewunden gedreht gefaucht. Hat gefaucht. Ich hab gehört. Schlangenkopf. Hat gefaucht. Offenes Maul. Kleine Augen, Augen wie Steine, und Maul weit offen, hat gefaucht.

Ich hab gemacht Kreuz über mir über Burroblast. Lass ab von Satan, ich gesagt. Was siehst du, er gefragt, was siehst du was siehst du was siehst du!! Und seine Augen, ganz dick, wie Kugeln, vor dem Kopf, was siehst du, heiser, was siehst du?? Und ich gesagt, ich sehe Satan, und hab gesagt, wie aussieht das Ding, und das Ding war überall, das war eine riesige Schlange, überall im Zimmer, Windungen, vor mir und hinter mir, und um den Burroblast herum, überall diese schwarzen Windungen, Windungen aus Öl, glänzendes Öl, und Burroblast, der hat gekeucht, der hat geschrien, so heiser, Pfiffe, schrill, wie alte Frau, und sein Bruder ihn gestützt, der Galgenvater, und ich gesehen, die sind Zwillinge, nur der Galgenvater dünn, der Burroblast saß wieder, hat gekämpft, für Luft, und die Schlange überall, das offene Maul, und da ich hab gemacht das Wunder, Gott war mit mir, ich hab geschlagen das Kreuz, ich gerufen, laut, ich befehle dir, im Namen Jesu Christi, sag mir deinen Namen.

Und da war diese Stimme im Raum, Stimme wie aus Blech, ganz laut, ganz weit weg, und trotzdem laut, und die Stimme sagt:  Ich bin der Azazel.

Und der Burroblast, geschrien, geheult, hat gehoben Arme, hat geschrien: Azazel, du Gesandter, rede zu uns, sprich zu uns!

Und der Galgenvater hat geheult, plötzlich der Galgenvater, zu meinen Füßen, hat gekniet vor mir: Du bist geschickt! Du bist der Mittler!

Ich: Ich bin nicht für euch! Das ist Satan!

Und sie beide, der Burroblast, der Galgenvater: Das ist nicht Satan! Das ist der Heilige! Das ist der Gesandte!

Nachricht von Diana Hindrance, vom 16.04.2022

Cobblestones heißt Kopfsteinpflaster, und rosary Rosenkranz, und das Hail Mary könnt ihr euch selber übersetzen. Weiß nicht mehr, was ich noch sagen soll. Ich weiß aber, wo die richtige Welt ist. Und was der Balbutin da schreibt, wo der da war, das ist nicht die richtige Welt, das ist böse, das ist krank. Ich weiß, was die richtige Welt ist. Wo wir sind und die Familie ist und die Kinder sind, wo der Tag ist. Wo man sich kümmert. Um den Tag, und was morgen ist. Alles mit diesen Besuchern und den Erscheinungen und Satan und was weiß ich, ich krieg hier die Krise. Das ist der Planet Erde, hier. Da draußen ist die Welt, die richtige Welt. Wo man rausgehen kann und die Sachen machen, die richtigen Sachen, die Dinge. Alles was man anfassen kann. Wo alle sehen was sie sehen und darüber reden können. Nicht wo die einen was sehen und die anderen nicht. So zieh ich meine Kinder nicht auf. Die sollen rausgehen und die Sachen anfassen. Und was die Dämonen anbelangt, wir sind Menschen, wir brauchen keine Dämonen, wir sind selber Satan genug, was wir uns alles antun, gegenseitig, da brauchen wir keinen Teufel.

Nachricht von Balbutin Hindrance, vom 16.04.2022

War auf den Knien vor mir, der Galgenvater. Hat gezogen an mein Shirt. Du unser Retter! er hat geheult, wieder und wieder. Und die ganze Zeit, das Ding, die alte Schlange, hat sich gewunden. War überall.

Ihr müsst beten, ich hab gesagt. Gehen und beten. Um Vergebung bitten! Und sie, Nein! Nein! Und sie Hände ausstrecken, richtig mit Fingern, und: Nein! Nein! Das ist die neue Zeit! Du wirst sehen! Du musst sehen! Hier ist die neue Zeit!

Ich bin geblieben, ich wollt nicht, aber ich hab gedacht an euch alle, wie wir leiden, wie wir nicht wissen, was ist mit Besuchern, und ich gedacht, hier ist was, bei dem Burroblast, ich werde sehen. Ich hab gedacht, ich bleibe, ich beobachte, ich krieg raus.

Es kam auch so. Erst die haben mir gegeben Papiere. Gedrucktes Zeug, pamphlets, you know. Da steht drin, sie sagen, da alles drin, du musst lesen, du wirst sehen. Und dann wieder: So ein Glück! Dass wir dich gefunden haben! Dass du uns gefunden hast!

Dann  wieder zurück in Galgenvater Wohnung. Ich so froh, dass ich nicht mehr sehen muss den Azazel. Ist geblieben in der Nähe von dem Burroblast, hat nicht verlassen das Zimmer. Bei Galgenvater. Ich soll bekommen großes Zimmer. Galgenvater immer um mich rum, gebückt. Immer wieder sich verbeugt. Ich: Ich will kein großes Zimmer. Ich bin zufrieden.

Ich wollte sehen das Moos, das grüne Moos vor Fenster, und den Hof, es regnete immer noch, ich wollte sehen den Regen. I insisted. Schließlich der Galgenvater gab nach, und ich behielt mein Zimmer. Ich setzte mich ans das kleine Fenster, schaute hinaus. Draußen Tag, aber nicht hell, und Regen, das war so schön, vor dem Fenster das Rohr von Dachrinne, und Wasser darin, Wasser, eilig, und der kleine Fleck Moos, grün, hat geleuchtet, so grün. Unten im Hof, wie Diana hat gesagt, das Kopfsteinpflaster, und jetzt ich hab gesehen auch eine Tonne, in die Tonne rein das Wasser von dem Rohr, das Regenwasser, coming in gushes. Oben der Himmel, Regen, grau, manchmal weiß, ein bisschen. Das ich hab gesehen. So ich hab gesessen und gesehen und hab gebetet meinen Rosenkranz, und das war so schön, so sicher. Ich hab den Regen gehört, draußen vor dem Fenster, auf dem Dach, das war ein Flüstern und Reden, das hat nicht aufgehört. Und ich hab gesagt die Worte von Rosenkranz, und dann ich hab verstanden, der Regen hat mitgesprochen, da draußen die ganze Welt, hat mitgesprochen die Worte von Rosenkranz, mit mir, Holy Mary, Mother of God, pray for us sinners, pray for us sinners. Und ich verstanden, die ganze Welt, die ganze Welt da draußen, they all pray for redemption.

Nachricht von Balbutin Hindrance, vom 17.04.2022

Irgendwann ich gemerkt, ich allein in der Wohnung. Nein. Da war noch Frau in der Wohnung. Kleine runde Frau, immer um die Ecke. Hat geguckt nach mich. Ich probiert Tür, Tür von Wohnung, war verschlossen. Schlechte Tür, dünn. Hätte sie aufgekriegt. Egal. Ich gerufen, aber die Frau nicht gekommen, immer geguckt, nach mir, immer ich hab gesehen ihr rotes Burnus, oder so, irgendwie Orient.

Endlich der Galgenvater. Ich: Warum schließt du Tür? Bin ich dein Gefangener? Er wieder vor mir auf den Knien, du Gast, du geehrter Gast, wir dich schützen, deshalb Tür geschlossen. Komm mit zu dem Burroblast, du musst kommen.

Ich wollte nicht, ich wollte doch. Ich wollte ja wissen! Was die machen? Und wissen die wirklich was?

Ist meine Frau, sagt der Galgenvater, da war wieder die kleine Frau in Rot. Aber sie immer hinter der Tür. Sie Angst vor dir, sagt der Galgenvater. Du Christ. Sie Muslima.

Also bin ich mitgegangen, mit dem Galgenvater, zu Burroblast. In mein Zimmer, ich habe aufgelassen die Tasche, für Muslima, dass die kann gucken. Die wird gucken, hab ich gewusst. Aber ich hab aufgepasst, alle Papiere bei mir. Alle Papiere die was sagen. Meine Adresse, meine Familie, meine Stadt. So wir wieder zu Burroblast, und ich hab Angst gehabt, Angst vor dem Satan, dem Drachen, der alten Schlange, da in Haus von Burroblast. Holy Mary, pray for us.

Ich jetzt muss erzählen. Meine Schuld, das mit Ayse. Und die Toten. Meine Schuld. Ich wollt doch wissen! So dringend wissen!

Der Burroblast mich wieder empfangen, da oben unter Dach. Mich empfangen stehend, Arme auseinander. Du unser Geschenk, er sagt, du unser Geschick.

Entweder er gesagt „Geschick“, oder „Gebot“, ich weiß nicht, weiß nicht, was gemeint. Und die Schlange war da, in Wellen, wie Ozean. Schwarzer Ozean, Teer.

Und die Brüder: Rede du zu dem Azazel.

Ich hab gemacht, meine Schuld, ich nicht hätt machen dürfen, nie ich hätt machen dürfen, aber ich wollt wissen, unbedingt ich wollt wissen, ich doch gedacht, jetzt wird geredet von den Besuchern, jetzt ich krieg raus, was ist mit denen! Und ich nicht gedacht, Satan ist Vater der Lüge, steht in Heilige Schrift, ich einfach nicht gedacht, ich wieder sprach, im Namen Jesu Christi, ich befehle dir, sag uns, warum du bist hier. Sag uns, was du willst.

Und erst war da Schweigen. Nur diese Wellen. Schwarzes Öl. Überall in dem Zimmer. Und der Burroblast plötzlich auf den Knien, ja, war auf den Knien, hat geschrien geweint, riesige Masse, Berg auf den Knien, ist gekrochen auf dem Boden, hat sich gewälzt, hat gebrüllt, zu dem Azazel, hat geschrien, rede zu uns, du Herr du Herrlicher, wir deine Diener, du sagst wir tun, wir alles tun, was du willst, red zu uns — so hat der geschrien, und da war saliva aus seine Mund, und Rotz und Kotze aus Nase, und er hat geschlagen Boden mit seine Hände, Hände wie Schinken, hat geklatscht auf Boden, hat gebrüllt: Rede rede rede zu uns rede rede!!!

Und ich, ich nicht wissen warum, aber ich wieder, zu der Schlange dem bösen Feind dem alten Satan, du Azazel, im Namen Jesu Christi, ich befehle dir, rede zu uns –

Und dann hat geredet der Azazel.

Das war eine Stimme, nicht wie vorher, vorher das war gewesen wie Stimme aus Blech, jetzt auf einmal Stimme wie Knistern, wie Krallen von Maus, auf Holz, wie, ich weiß nicht, wie trockene Blätter, alles, vielleicht, wie harter Stoff, alles leise, ganz leise, aber ich verstanden jedes Wort, der Burroblast, der Galgenvater, sie ganz still, mit offenem Mund, sie lauschen, und das Knistern, das war so fein wie Staub, wie Mehl, das Knistern redete.

Bekennt euch, sagte das Knistern, bekennt euch zu mir. Und wird keiner das Leben haben, der mich verleugnet. Ich bin der Aufgang und der Neue Tag, ich bin die Neue Erde. Und wer sich zu mir bekennt, den werde auch ich kennen.

Da ich Zorn, wie nie. Ich Faust gegen die Schlange. Ich geschrien, gebrüllt. Das lügst du, du Schlange, ich gerufen. Du bist Satan, du bist der Verworfene!

Und der Burroblast, immer auf den Knien, auf dem Bauch, der schreit, der spuckt, der schreit zu der Schlange, hör nicht auf den, der weiß noch nicht, der wird sich bekehren, zu dir, du bist der Herr!

Und eh ich konnt sagen, da war wieder das Reden, das Knistern und Flüstern, und das Knistern sagt: Ihr seid meine geliebten Kinder, an denen ich Wohlgefallen habe. Geht, sucht den Ort, da die Toten aufrecht sitzen in ihren Gräbern, und warten auf das Ende der Zeit, geht und sucht das Mädchen, das sammelt die Scharen. Sucht das Mädchen! Bringt das Mädchen zu mir, zu Azazel, schickt heraus zu mir das Mädchen, das ist euer Auftrag.

Und plötzlich war da wieder diese Stimme aus Blech, laut, hat geschrien, alle wir, ich der Burroblast der Galgenvater alle wir uns gehalten die Ohren, hat geschnitten mir die Stimme ins Hirn, hab mir zugehalten die Ohren, hat nichts genützt, die Stimme aus Blech, sie geschrien: Gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht

Und hat nicht aufgehört die Stimme hat einfach nicht aufgehört immer weiter: Gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht gehorcht

(Nachrichten vom 11. bis 17,04.2022, neu eingestellt auf dieser Seite am 08.06.2022 von Peter Flamm, © Verlag Peter Flamm 2022)