Banshee Alte Folge 30

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 29.12.2021

Ayse ist weg. Sie ist mit ihnen mitgegangen. Mitten in der Nacht. Ich hab sie noch gesehen, von weitem, sie sind über die Wiesen verschwunden, die schwarze Herde, und inmitten Ayse, wie ein Tropfe Milch. Ob sie mit ihnen gegangen ist, oder sie mit ihr, konnt ich nicht sehen. Sie sind weg. Ich hinterher, ich war zu langsam, alles still. Ich hab gerufen. Aus den Gärten grölende Stimmen, halt‘s Maul Alter, der ruft nach einer Ayse, Gebrüll und Gelächter. Ich bin umgekehrt. Was hätt ich machen sollen? Die Betrunkenen noch drauf aufmerksam machen, dass da ein nacktes Mädchen durch die Gärten stromert? Ich bin nach Hause, hab Regina angerufen. Sie versucht zu helfen, aber was kann sie tun? Wir können nicht die Polizei rufen, sie sperren Ayse ein, und uns gleich mit.

Ich hab die ganze Zeit kommen sehen, dass sowas passiert. Ich hatte mir vorgenommen, auf Ayse aufzupassen, aber nicht, sie gefangen zu halten. Ich weiß nicht, was ich hätte machen sollen.

Der Reihe nach.

Ich hab geschlafen, ab und zu muss auch ich schlafen. Bin am Schreibtisch eingeschlafen, so war das. Bin aufgewacht, da war es zwei Uhr in der Nacht, oder halb drei, und wieder hab ich dieses Gefühl gehabt, da stimmt was nicht, Totenstille im Haus, ich bin runtergegangen, die Haustür stand auf.

Draußen die Straße lag still und leer, die Nacht war klar, Sternenlicht. Ich wusste erst nicht, was anders war, dann verstand ich, sie waren nicht da, sie. Ich blickte suchend über die Wiesen, und da sah ich es, schwarze Masse, wie ein Teich aus Teer, schon weit weg, bewegte sich, bewegte sich fort, und inmitten der Dunkelheit ein heller Tropfe Licht, milchweiß, ich wusste sofort, das war Ayse, das waren sie, und mitten unter ihnen Ayse, das nackte Mädchen, weithin sichtbar. Mehr konnte ich nicht erkennen. Ich weiß nur, sie war mitten unter ihnen. Sie ging ihnen nicht voran, und sie folgte ihnen auch nicht, ich denke, sie umringten sie, sie war mitten unter ihnen, und ging mit ihnen. Ich nehme an, sie ging freiwillig. Aber was heißt das. Sie sagt ja auch, sie wär rausgegangen, weil sie nicht anders konnte. Es war stärker als sie. Der Ruf, die Aufforderung, das Verlangen.

Ich bin gerannt. Glaubt mir. Ich kann noch rennen, wenn es sein muss. Aber sie waren schon zu weit weg. Hinter den Wiesen beginnen die Gärten, mit einem unübersichtlichen Gewinkel von Wegen und Hütten und kleinen Wäldchen, ich kenne mich schon am Tage da kaum aus, und dahinein verschwanden sie, verschwanden zwischen den Bäumen. Ich sah sie nicht mehr. In meiner Angst verlegte ich mich aufs Rufen, das war dumm, schnell antwortete mir dieses blöde Grölen. Da schreit einer nach seiner Ayse! und Flaschengeklirr und lautes Gelache. Besoffene, irgendwo in den Gärten, irgendwelche Penner, die da in den Gartenhäuschen wohnen. Ich hielt den Mund und hastete bis hinüber zu den Bäumen, aber dort konnte ich überhaupt nichts mehr sehen. Da war noch irgendwo ein weißer Schimmer in der Ferne, bildete ich mir jedenfalls ein.

Das kann doch nicht sein, dachte ich, das kann nicht wirklich passiert sein.

Ich eilte zurück zum Haus, setzte mich in meinen Wagen, fuhr hinaus, um die Wiesen und die Gärten herum, auf die andere Seite des Geländes, im Gedanken, irgendwo muss sie doch wieder rauskommen, sie kann sich doch nicht in den Gärten verborgen halten. Unterwegs rief ich Regina an, sie kam, zerzaust, und wir machten uns beide auf die Suche, fuhren die Seitenstraßen ab, und die Gartenwege hinein, die sind nicht beleuchtet in der Nacht, zuweilen sind Polizeistreifen unterwegs, weil in den Gärten natürlich gedealt wird.

Nichts. Wir haben nichts gefunden.

Warum hat sie das nur gemacht.

Regina fuhr wieder nach Hause, versprach mir, ein paar Leute anzurufen, denen sie vertraut. Ich hab bis zum Morgengrauen gewartet, bis es hell wurde, bin dann erneut in die Gartenwege reingefahren, hab alles abgesucht, kein Ergebnis.

Sie ist fort.  

Sie läuft irgendwo da draußen rum, nacktes Mädchen in einer Welt, die nur sie sieht.

Nachricht von  Amy Buchmüller, vom 30.12.2021

PvM, das ist nicht dein Ernst, du willst sagen, hab ich das richtig verstanden, Ayse ist mitten in der Nacht weggelaufen, irgendwo raus ins Gelände, mit keinem Faden am Leib, einfach raus in die Nacht, mit denen, mit den Besuchern, ist es das, was du sagen willst?

Nachricht von Diana Hindrance, vom 30.12.2021

Er hat es doch gesagt, es ist passiert, wenn die aufgegriffen wird, sind wir alle dran.

Nachricht von Sandra Zwischenwirt, vom 30.12.2021

Dass die aufgegriffen wird, ist noch das Beste, was ihr passieren kann, bevor irgendein paar Schweine sie erwischen und mit ihr machen, was ihnen gerade einfällt.

Nachricht von Amy Buchmüller, vom 30.12.2021

Aber das ist doch nicht möglich, wo kann sie denn da hin, das gibt es doch gar nicht, dass da irgendwo ein nacktes Mädchen in der Gegend rumläuft und nicht sofort gesehen wird. Höchstens kann sie sich in irgendeinem Winkel verstecken, aber dann hat sie doch nichts zu essen und nichts anzuziehen, sie kann doch nicht einfach über die Straße laufen, irgendjemand sieht sie und ruft die Bullen. PvM, kannst du denn gar nichts tun?

Nachricht von Sandra Zwischenwirt, vom 30.12.2021

Das hätte gar nicht so weit kommen dürfen.

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 30.12.2021

Ich sagte ja schon, ich bin nicht ihr Wärter. Ich hab auf sie aufgepasst, ich mach mir schon genug Vorwürfe. Aber wenn sie darauf aus war fortzulaufen, wie hätt ich sie denn festhalten können? Hätt ich sie an die Kette legen sollen? Ich hab an alles Mögliche gedacht, aber nicht daran, dass sie sowas macht.

Nachricht von Diana Hindrance, vom 30.12.2021

PvM, niemand macht dir einen Vorwurf, aber jetzt sind schon zwei von uns fort, erst Balbutin und jetzt Ayse. Das wird jetzt eng.

Nachricht von Amy Buchmüller, vom 30.12.2021

Ayse ist nicht fort. Ayse muss noch in der Nähe sein, in der Nähe von PvM, die kann doch gar nicht weit kommen. PvM, schreib doch was, was hast du gemacht?

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 30.12.2021

Ich hab mich aufs Fahrrad gesetzt, um beweglicher zu sein. Das ist auch mein Gedanke, die kann nicht weit sein. Die Wiesen und die Gärten, das ist ein abgegrenztes Gelände, nur nach Süden hin, in Richtung auf das Dorf, wo die Vorfahren von Diana sich versteckt hatten, da sind Felder, aber da kann sich niemand versteckt halten, höchstens im Graben, aber irgendwann kommt da doch jemand vorbei, also, nach allen anderen Seiten hin sonst ist Bebauung, da sind Straßen und Häuser, natürlich gibt’s da auch Garagen und Hinterhöfe und Keller und Schuppen, was weiß ich, das Problem ist, ich weiß nicht, wie gut die Besucher sich dort auskennen, womöglich sehr gut, und wenn sie Ayse in irgendeine vergessene Remise führen, wo nie jemand hin kommt, kann sie schon ein paar Tage dort aushalten, aber irgendwann muss sie was essen was trinken und sich warm halten, wenn man eine verlorene Katze sucht, dann hängt man Zettel mit Foto an die Laternenmasten in der Umgebung, soll ich das vielleicht auch machen, Mädchen abhandengekommen, dringend gesucht, besondere Kennzeichen, vermutlich nackt?

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 31.12.2021

Ich bin den ganzen Tag die Wege abgefahren, zwischen den Gärten, mit dem Fahrrad, ich bin ins Gebüsch reingestiegen, da gibt’s Gräben und verfallene Hütten und alte Mauern, da kann sich schon jemand verstecken, aber nicht bleiben, irgendwann muss ihr doch kalt werden, ich stell euch ein Foto ein, wo ich sie in der Nacht hab verschwinden sehen, nützt euch natürlich nichts. Wird euch jedenfalls klar sein, dass ich da zu Fuß und in der Finsternis keine Chance hatte.

Nachricht von Amy Buchmüller, vom 31.12.2021

OMG, da hinein ist sie verschwunden?

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 31.12.2021

Und so siehts zwischen den Gärten am Tag aus.

Und nach Süden hin so.

Und an anderen Stellen so.

Oder so.

Nachricht von Amy Buchmüller, vom 01.01.2022

Okay, wir habens verstanden. Keine Chance, sie da zu finden. Aber sie muss doch wieder auftauchen. Was, wenn sie in irgendeinen Graben oder in irgendein Loch gefallen ist und sich nicht mehr rühren kann? Ihr könnt doch nicht einfach tun, als wär nichts!

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 01.01.2022

Regina hat telefoniert. Da sind Gestalten zugange, ich hab sie gesehen. Suchen das Gelände ab. Stellt jetzt keine Fragen. Die sind von irgendeiner übergeordneten Behörde, Schlapphüte, glaub ich. Aber ich weiß nichts Genaues. Würde ich Regina fragen, ich bekäm doch nur zur Antwort, „ich darf nicht darüber reden“. Also. Wahlburg-Sonderbüren hat einen eigenen Staatsschutz, das war Teil des Aufnahmevertrages, als wir in die alte Bundesrepublik aufgenommen worden sind. Staatliche Selbständigkeit und so. Jedenfalls, wenn die Polizei denen Fragen stellt, müssen die nicht antworten.

Nachricht von Sandra Zwischenwirt, vom 01.01.2022

Heilige Scheiße. Geheimdienst? Das ist doch mal was. Aber wenn die Ayse finden, was dann? Sperren die sie dann ein? In die Geschlossene?

Nachricht von Diana Hindrance, vom 01.01.2022

Warum hat Ayse das gemacht? Ist der nicht klar, dass wir da alle mit drin hängen?

Nachricht von Balbutin Hindrance, vom 01.01.2022

You don‘t understand. Diana, dearest, I‘m so sorry, but it‘s not about us. It‘s about them. For Ayse, they are the most important beings in the world. And for them, Ayse is queen goddess whatever, their only hope their future their new day. And she knows it. She‘s protective. She would do anything for them. She would sacrifice herself for them. She sees things … we are not supposed to see those things. Or we are. Perhaps this is a new time, and we are the forerunners. Time will come, perhaps, people see things former generations haven‘t seen. Couldn‘t see. Perhaps there is a new morning ahead, a new dawn. Just for now we are the weird ones the unhinged ones the ones who see things the rest of the world cannot see. But there will be a new time, the whole mankind will see. We are not the weird ones, we are the early ones. We are the messengers of a new time. That‘s the way it goes. Men always thought there must be a redeemer for us for ourselves. We never thought we could be the redeemer of other beings supernatural beings. But that‘s it. There are beings out there who long for us for our compassion for our help. Believe me. We are the ones who bring redemption. We are the coming race. We are the morning of a new age.

Nachricht von Sandra Zwischenwirt, vom 01.01.2022

Hilfe! Jetzt fängt das wieder an! Balbutin! Bist du noch ansprechbar? Hörst du noch zu? Hörst du dir selber zu? PvM! Was ist das für ein Zeug?

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 01.01.2022

Das ist kein Zeug, das ist genau das, was Ayse glaubt. Vielleicht hat sie recht. Jedenfalls setzt sie ihr Leben aufs Spiel, weil sie das glaubt. Balbutin sagt, die ganze Zeit sind die Menschen auf der Erde herumgelaufen und haben geseufzt, da oben muss es doch mächtige Wesen gegen, die können uns helfen. Vielleicht ist das so. Vielleicht ist es manchmal aber auch umgekehrt. Da oben oder da unten sind Wesen, übernatürliche Wesen, die brauchen dringend unsere Hilfe, für die sind wir die Retter! Wäre doch denkbar? Vielleicht rufen die genauso verzweifelt nach uns, wie die Vorfahren von Diana nach den gefallenen Engeln gerufen haben? Immer haben die Menschen zum Himmel hochgeschrien um Hilfe. Vielleicht sind da irgendwo Wesen, die schreien zu uns hoch, die wollen unsere Hilfe, und jetzt ist die Zeit, die neue Zeit, wie Balbutin sagt, da fangen wir an, diese Schreie zu hören, und es bricht ein neues Zeitalter an.

Nachricht von Balbutin Hindrance, vom 01.01.2022

Oh, thank you, PvM, please, thank you so much. I knew you would understand.

Nachricht von Sandra Zwischenwirt, vom 02.01.2022

Was ist das für ein Quatsch? Warum sollten wir denen helfen? Bloß weil die das grad brauchen können? Wir haben genug mit uns selber zu tun!

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 02.01.2022

Gegenfrage: Warum sollten die uns helfen, wenn wir zu ihnen rufen? Warum sollte überhaupt irgendjemand irgendjemandem helfen?

Nachricht von Sandra Zwischenwirt, vom 02.01.2022

Das ist ja, was ich sage, soll sich doch jeder um seinen eigenen Kram kümmern, da ist der doch voll beschäftigt.

Nachricht von Amy Buchmüller, vom 02.01.2022

Sandra, das nimmst du doch selber nicht ernst. Wenn dich jemand um Hilfe bittet, und du kannst helfen, dann tust du das doch auch.

Nachricht von Sandra Zwischenwirt, vom 02.01.2022

Warum sollte ich?

Nachricht von Peter Flamm, vom 02.01.2022

Weil es das Richtige ist.

Nachricht von Sandra Zwischenwirt, vom 02.01.2022

Oh, wieder das berühmte Richtige. Ja dann, dann ist ja alles geklärt.

Nachricht von Peter Flamm, vom 02.01.2022

Sandra, du kannst viel reden, aber das ist eben alles nur Gerede. Tief in dir drin weißt du, dass es richtig ist zu helfen, wenn man helfen kann. Jeder Mensch weiß das. Es ist eingeborenes Wissen, und du weißt das auch. Du kannst dich natürlich weigern, deinem Wissen entsprechend zu handeln, aber wenn du das tust, weißt du ganz genau, es ist falsch. Vielleicht rufst du dann triumphierend, ihr könnt mir erzählen von eurer Richtigkeit, bis ihr schwarz werdet, ich tu trotzdem nur, was für mich gut ist, aber wenn du so redest, geräts du nur immer tiefer in den Dreck. Dann bist du einfach ein schlechter Mensch, und du weißt das. Du kannst dich natürlich hinstellen und sagen, ja, genau das will ich sein, ein schlechter Mensch, der sich nur um sich selber kümmert. Und das kannst du, du kannst so reden, und du kannst so handeln. Das nennt man Freiheit. Die Freiheit des Menschen, sich für das Falsche und Böse, oder für das Richtige und Gute zu entscheiden. Das ist auch deine Freiheit, bitte, du kannst dich jederzeit entscheiden, ein schlechter Mensch zu sein. Wenn du dann selber mal Hilfe brauchst, und das passiert immer mal, bei jedem Menschen, werden vermutlich die guten Menschen kommen und dir helfen. Und du kannst dann denken, hoppla, da muss ich umlernen, oder du kannst sagen, toll, die Deppen helfen mir, das nehm ich an, und nachher helf ich selber trotzdem niemandem, sondern tu immer nur, was für mich gut ist, für michmichmich, und dann wirst du ein immer noch schlechterer Mensch, ein Ekelpaket.

Nachricht von Sandra Zwischenwirt, vom 03.01.2022

Ja, ist ja gut, ich hab ja verstanden. Und ihr wollt also sagen, Ayse ist ein guter Mensch, sie hat von diesen fremden Wesen die Botschaft erhalten, wir brauchen Hilfe, dringend, du kannst uns helfen – und also tut Ayse das, weil sie ja ein so guter Mensch ist und weil gute Menschen nun mal helfen, wenn sie helfen können.

Nachricht von Peter Flamm, vom 03.01.2022

Ungefähr so.

Nachricht von Amy Buchmüller, vom 03.01.2022

Und was ist das jetzt, womit sie diesen Wesen hilft? Wenn sie sich nackt hinstellt und anglotzen lässt von denen?

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 03.01.2022

Vermutlich Liebe, ganz einfach. Es gibt nichts, was die Wesen in allen Welten so verzweifelt wollen wie Liebe. Unverdiente Liebe. Nicht die sogenannte Liebe, die nur geschenkt wird, wenn du was leistest. Die du bekommst, wenn du schön bist oder reich oder berühmt oder klug oder sonst was. Sondern Liebe, die auf dich zu kommt für nichts. Einfach weil du du bist. Weil du der bist, der du bist. Weil du da bist. Auf einmal wirst du geliebt. Einfach weil du da bist. So lieben Mütter ihre Kinder. Weil sie da sind. Vielleicht ist das der Schrei, den Ayse gehört hat: wir wollen jemanden, irgendjemanden in diesem verlorenen Universum, ein einziges Wesen, das uns liebt. Vielleicht ist das die Bedingung für die Erlösung, von der Balbutin redet, dass die ein Wesen finden, ein einziges wenigstens, das sie liebt, ohne Bedingungen und ohne Voraussetzungen. Möglicherweise tut Ayse das. Liebt diese Gestalten. Wir fürchten uns doch bloß vor denen. Wir sehen die, und es graust uns. Ayse hat sich auch vor denen gefürchtet. Zuerst. Und dann ist sie rausgegangen und hat sich hingestellt. Wehrlos. Liebe ist immer wehrlos. Und verwundbar. Deshalb ist Liebe auch das höchste Risiko, das einer eingehen kann. Wenn einmal der Tag kommt, und keiner mehr dieses Risiko wagt, dann ist die Welt tot.

Nachricht von Amy Buchmüller, vom 04.01.2022

Also der Weltuntergang. Ist es das, was du sagen willst?

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 04.01.2022

Könnte doch sein. Die Apokalypse kommt, wenn im Universum das letzte Wesen aufgehört hat zu lieben.

Nachricht von Amy Buchmüller, vom 04.01.2022

Das wird niemals passieren.

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 04.01.2022

Das wird dann passieren, wenn alle denken, wie das Sandra gesagt hat, hypothetisch hat sie das gesagt, ich weiß, dass sie so nicht denkt, aber wenn alle sagen, vom Engel bis hinunter zum letzten Wurm, es geht um mich, und ich helfe niemandem, denn es geht um michmichmich, an diesem Tag, wenn unter allen Sonnen nirgend mehr ein einziges Wesen zu finden ist, das liebt, dann zieht GOtt den Vorhang zu, dann setzt SIE ein Ende IHRER Welt.

Nachricht von Amy Buchmüller, vom 04.01.2022

Das wird niemals passieren. Niemals.

Nachricht von Peter Flamm, vom 04.01.2022

Jedenfalls nicht, solange Ayse noch rumläuft. Die hat sich reingeschmissen und ihr ganzes Leben in die Waagschale geworfen.

Nachricht von Amy Buchmüller, vom 04.01.2022

Redet doch nicht sowas. Solche Dinge sind doch nicht wirklich. Das sind doch alles bloß Geschichten. Bitte sagt, dass das alles bloß eine erfundene Geschichte ist.

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 05.01.2022

Wir sind keine erfundenen Geschichten. Wir sind die Wirklichkeit. Unsere Entscheidungen, für Liebe oder für Selbstsucht, das sind wirkliche Entscheidungen, in einem wirklichen Universum, das wirklich davon betroffen wird.

Nachricht von Balbutin Hindrance, vom 05.01.2022

That‘s the point. We matter. Our decisions matter. Our decisions matter to a degree we cannot gauge yes that‘s the point we are important what we do is important. Our moral decisions any day that‘s the thing. God is watching us.

Nachricht von Sandra Zwischenwirt, vom 05.01.2022

Ich will jetzt dass alles wieder wird wie es war

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 05.01.2022

Es ist alles, wie es immer war, die Welt war noch nie anders. Da draußen sind Monster unterwegs, die wollen uns einreden, alles sei ganz anders. Es gäb keine Moral, und GOtt gäb es schon gleich gar nicht, nur Rasse Klasse Masse Geschlecht Gesellschaft was weiß ich, das sei die einzige Wirklichkeit. Aber SIE sieht uns zu. Die einzige Wirklichkeit in der Welt, die zählt, das sind unsere moralischen Entscheidungen, und die zählen, jeden einzelnen Tag. SIE macht die Welt neu jeden Tag, und jeden Tag treffen wir neu darin unsere Entscheidungen.

Nachricht von Amy Buchmüller, vom 05.01.2022

Wir sollen jeden Tag neu die Entscheidung treffen, ein guter Mensch zu werden, ja?

Nachricht von Balbutin Hindrance, vom 06.01.2022

What else? Please! Any day you have a thousand decisions to make and you can flip a coin it really doesn‘t matter but there is the one and only decision that really matters any day this one decision to do the right thing to become a good person nothing else matters. That‘s what you have to decide at any given day and PvM is right there are dark forces out there they want to prevent you from making the right decision they want you to decide against God that‘s what they want.

Nachricht von Diana Hindrance, vom 06.01.2022

Aber wer hilft uns da? Da muss uns doch irgendjemand helfen!

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 06.01.2022

Niemand hilft uns. Wir brauchen auch keine Hilfe. Wir sind frei. Wir müssen einfach nur die Entscheidung treffen, einfach nur jeden Tag die richtige Entscheidung, und das ist doch so einfach, wirklich, das ist doch kinderleicht, was soll schwer daran sein an der Entscheidung, ich will ein guter Mensch sein? Und die Welt ist neu mit jedem Tag, SIE erschafft die Welt neu jeden Tag, also können wir die Entscheidung jeden Tag neu treffen, und wenn wir gestern mit der Entscheidung auf die Schnauze gefallen sind, tut nichts, heute ist ein neuer Tag, heute ist ein neuer Morgen, alle Karten sind neu gemischt, heute gilt‘s, heute können wir umkehren und ein guter Mensch werden, einfach so, im Augenblick eines Entschlusses. Unser Entschluss unsere Entscheidung, das ist es was zählt. Wahrscheinlich hat Ayse diese Entscheidung getroffen, in diesem Augenblick in der Nacht, als sie mit denen mitgegangen ist. Und jetzt ist die ganze Welt neu. Die ganze Welt wird neu in dem Augenblick, wo ein Mensch seine Entscheidung trifft, dafür oder dagegen, ein guter Mensch zu sein oder ein schlechter, in diesem Augenblick ist das ganze Universum auf Anfang gestellt, und SIE schafft IHRE ganze Welt neu. Balbutin hat recht, wir zählen. Jeder einzelne von uns. Die Welten schauen auf uns.

(Nachrichten vom 29.12.2021 bis 06.01.2022, neu eingestellt auf dieser Seite am 21.05.2022 von Peter Flamm, © Verlag Peter Flamm 2022)