Banshee Alte Folge 9

Nachricht von Ayse Konopski, vom 24.08.2021

Sorry. Ich muss euren faszinierenden Thread mal unterbrechen. Ich hab wirklich was zu erzählen, das will ich jetzt loswerden.

Ich bin hier. Jawohl. Ich bin in Weldbrüggen. Kann nicht glauben, dass ich hier angekommen bin. Das ist wirklich Weldbrüggen, da draußen. Keine Weltstadt, aber ein Ort — irgendwie nicht von dieser Welt. Kann von meinem Fenster aus die Kathedrale sehen, die Türme sind angestrahlt in der Nacht, sie heben sich hoch über alle Dächer.

Das ist die Kathedrale, richtig die Kathedrale, von der PvM geschrieben hat, in „Das Leben in unserem Tal“! Hab ich dreimal gelesen!

Naja, musst ich ja auch, ich hab die Korrekturen gelesen.

Wieso bin ich eigentlich die von euch, die am besten Korrekturen lesen kann?

Egal.

PvMs Häuschen knarrt an allen Ecken und Enden. Holzböden. Wenn man an einer Stelle auf die Bohlen tritt, knarrt und knarzt es in einem anderen Zimmer. Das ist schräg!

Zwei Katzen. Seit ich da bin, laufen sie hinter mir her. Die beobachten mich. PvM lacht darüber, aber ich bild mir das nicht ein. PvM sagt, die sind einfach nur neugierig, die haben das noch nie erlebt, einen Mitbewohner im Haus. Aber da steckt noch was anderes dahinter. Egal was ich mach, womit ich mich gerade beschäftige, irgendwo sitzt eine von den Katzen und beobachtet mich. Oder alle beide sitzen da und gucken. Beobachten mich mit weit offenen Augen.

Ich hab angefangen, im Haus sauberzumachen. PvM hat lange geredet, ich wär sein Gast und so, aber ich will auch nicht auf seiner Tasche liegen. Also hab ich mit der Küche angefangen, ich bin doch ein pflichtbewusstes türkisches Mädchen, also wenn ich nicht putzen kann, was kann ich dann.

Meine Kammer geht zur Straße raus, deshalb seh ich die Kathedrale so gut. Die Straßenseite gegenüber ist nicht bebaut, da sind Wiesen, und dann kommt ein Bach, und hinter dem Bach liegen Gärten, da wird manchmal in der Nacht gefeiert. Feiern. Ich wünschte, ich hätt auch was zu feiern. Egal, ich bin hier.

Die Straße ist wild, das heißt, unsere Seite, also die Seite, die bebaut ist. Ich hab solche Häuser überhaupt noch nicht gesehen. Türmchen und Bögen und Säulen und überall kleine Statuen oder Gesichter. Gesichter, manche strecken die Zunge raus, oder es sind die Köpfe von irgendwelchen Ungeheuern. Kein Haus ist wie das andere, sie stehen auch nicht in einer Linie, sondern die einen sind so nahe an der Straße, dass kaum noch Platz ist für den Gehweg, andere haben ein eisernes Gitter mit Kletterpflanzen, und wenn dort jemand das Tor aufmacht, hört man es quietschen bis zu uns rüber.

Alles fremd. Und alles, als könnt man sich drin verirren. Ich bin schon einkaufen gegangen, nur zwei Straßen weiter ist ein Supermarkt, ich hab mich ehrlich gewundert, dass ich wieder zurück gefunden hab.

PvM sitzt in seinem Arbeitszimmer, das geht hinten raus auf den Garten, und er schreibt und schreibt. Er hat mir erzählt, es stimmt was Peter geschrieben hat, er ist mit dem heutigen Tag bei 1738697 Wörtern.

1,7 Millionen Wörter! Und noch kein Ende in Sicht. Aber PvM sagt, er kommt gut voran. Er will fünf Bände draus machen, sagt er, für die Veröffentlichung. Er sagt, er kommt deshalb so schnell voran, weil er alles im Kopf hat.

Wie kann man 1,7 Millionen Wörter im Kopf haben?

Deshalb schreib ich sie ja schnell hin, sagt er. Ich muss sie loswerden, eh sie von selber ausbrechen.

Ist das dein Lebenswerk? hab ich gefragt.

Und er: Hoffe nicht. Ich hab noch viel vor.

Und dann hat er noch gesagt, er könnt sich vorstellen, mal einen ganzen Roman zu schreiben, so wie Balbutin redet. In einem Kauderwelsch aus Deutsch und Englisch, weder Englisch ganz richtig, noch Deutsch. Das hastige Gerede von einem, der beide Sprachen nicht so richtig kann, aber sich erklären muss. Gerede von einem, der einiges zu erklären hat, und um Worte ringt.

Ich sitze in der Küche, während ich dies schreibe, ich tippe in mein Handy, und drüben auf der Spüle sitzt eine der Katzen, die gescheckte, und sieht mir zu. Wirklich, sie sitzt auf der Spüle, auf der Geschirrablage. Gehören Katzen doch eigentlich nicht hin. Ich trau mich nicht sie runterzusetzen, schließlich, die sind hier zu Hause, ich bin bloß der Gast.

Direkt neben der Spüle steht der Kühlschrank, so ein großer, unten der Gefrierschrank, oben die Tür mit den Kühlfächern, manchmal sitzt eine Katze ganz oben drauf, gleich über ihr ist dann schon die Zimmerdecke, sitzt da und guckt auf mich runter, sie springen erst auf die Spüle und von dort hoch auf den Kühlschrank, und manchmal schlafen sie auch dort oben. PvM hat ihnen einen Decke hingelegt!

Ich verbring viel Zeit in der Küche, hier steht der Fernseher. PvM hat ein Netflix-Abo, und ich hab mir noch mal alle Folgen von „Emily in Paris“ reingezogen. Natürlich hab ich geheult, obwohl es ja eigentlich lustig ist, aber ich muss immer heulen, wenn ich schöne Menschen mit Geld sehe, die viel Zeit für ihre Gefühle haben.

Ich bin froh, dass PvM mich „einkassiert“ hat, wie Peter das so charmant ausdrückt. Seit ich hier bin, hab ich zum ersten Mal seit Wochen keine Angst mehr. Ich guck raus auf die Wiesen, und da sind einfach bloß Wiesen. Keiner von ihnen zu sehen.

Ob die wohl im Dorf immer noch vor meinen Fenstern abhängen und drauf warten, dass ich rauskomme?

Nachricht von Amy Buchmüller, vom 25.08.2021

Menno, Ayse, ich bin sowas von froh, dass es dir gut geht. Wir haben uns Sorgen um dich gemacht. Du bist meine Heldin, wirklich. Ich weiß, dass nicht alle das so sehen. Aber du — du hat einfach getan, was du tun musstest. Ich meine, lange nachdenken und dann tun, was gescheit ist, oder was der Rest der Welt für gescheit hält, das ist vielleicht vernünftig, aber — ich weiß einfach nicht, wie ich das ausdrücken soll. Es ist, es läuft darauf hinaus, einer tut entweder, was ihm geraten wird, oder er tut, was aus ihm herauskommt. Ja. Das ist es. Du hast getan, was aus dir herauskam. Also, du hast getan, was vielleicht sonst kein anderer getan hätte. So wie wenn einer anfängt zu singen, und eine Melodie singt, die ihm gerade zufliegt, woher? das weiß er selber nicht. Oder einer fängt an zu schreiben, und es ergeben sich ihm Sätze, auf einmal stehen Sätze auf dem Papier, die hat er sich nicht zurechtgelegt. Wär das nicht toll, wenn wir alle so tun könnten? Einfach machen, und was wir tun, das kommt aus uns selbst raus, ganz tief innen aus uns selbst, und niemand sonst hätte genau das getan.

Natürlich, ist mir klar, so kann man nicht leben. Nicht, wenn man einen Job hat. Der Briefträger kann nicht rumrennen und machen, wie ihm gerade ist. Der muss die Briefe in den richtigen Kasten stecken. Und die Friseuse kann nicht die Haare schneiden, wie sie sich das gerade vorstellt, die Kundin würde ihr was anderes erzählen.

Aber ab und zu mal! wenn es wirklich wichtig ist! einfach das tun, wovon du fühlst, wovon du weißt, so ist es richtig, das muss jetzt einfach sein.

Hast du gemacht, das bewundere ich. Deshalb bist du meine Heldin.

Nachricht von Sandra Zwischenwirt, vom 26.08.2021

Jau, Amy Schätzchen, bestärk sie nur auch noch. Du verbringst zu viel Zeit daheim mit deinem Zwerglein, du musst wieder raus, unter Leute. Also mal ganz ehrlich, wenn ich rausgeh und einkaufen und zur Arbeit und was sonst noch, ich bin ganz froh, wenn die Leute tun, was sie tun sollen. Ich meine, ich bin froh, wenn ich weiß, was die gleich tun werden. Und wenn die Straßenbahn nicht links abbiegt, wo ich doch genau weiß, die hätte geradeaus fahren müssen.

Ayse, bitte, reiß dich ein bisschen zusammen. Ich glaube, du weißt nicht, wie böse die Welt wirklich ist. Okay, das klingt jetzt mal wieder blöd, nach dem, was du von dir erzählt hast. Wieso kommt nur immer alles so falsch raus, was ich sage? Egal. Du wirst mit einem solchen Tempo in die Schublade gesteckt, das kannst du dir gar nicht vorstellen. Doch, vielleicht kannst du dir das vorstellen. Türkisches Mädchen in Deutschland, die Familie weiß genau, was sie von dir erwartet, und der Rest der Welt auch. Das stell ich mir gruselig vor, überall Blicke, und alle wissen was.

Sag mal, kann das sein, dass du deshalb so mitleidig reagierst auf sie, weil du das Gefühl hast, die wollen was von dir, und du musst das tun? Hast du das Gefühl, du musst einfach tun, was von dir erwartet wird? Hast du das deshalb gemacht — was du da gemacht hast?

Du hast das ja selber geschrieben, du hast die ganze Zeit das Gefühl, die wollen was von dir. Ayse, Spätzchen, du bist denen nichts schuldig, wir alle sind denen nichts schuldig, und selbst wenn die was von uns wollen, wir wissen doch gar nicht, was.

Die sollten uns echt mal einen Brief schreiben, oder sonstwie eine Botschaft zukommen lassen.

Ich mach das vielleicht auch mal, wie PvM das gemacht hat, ich geh direkt auf einen von denen zu und frage, was wollt ihr von uns?

Das mach ich aber nur, wenn keiner zuguckt, denn wenn einer zuguckt, der sieht dann ja bloß eine Irre, die ins Leere hineinredet.

Ayse, bitte, pass auf dich auf, wir wollen nicht, dass dir was passiert.

Nachricht von Ayse Konopski, vom 27.08.2021

Hallo Amy, hallo Sandra, ja. Das ist nett von euch, das gefällt mir wirklich, dass ihr euch solche Sorgen macht um mich. Bloß, eigentlich will ich das ja gar nicht. Nein. Ich will wirklich nicht, dass ihr euch Gedanken um mich macht. Ich krieg meine Sachen eigentlich selber geregelt. Aber bitte. Ihr sollt ja auch nicht nachts wachliegen müssen und an mich denken. Deshalb, wenn es mich das nächste Mal überkommt und ich renn nackt raus auf die Straße, bind ich mir vorher ein Kopftuch um. Versprochen.

Nachricht von Sandra Zwischenwirt, vom 27.08.2021

Also, Ayse, wir haben es doch bloß gut gemeint. Kein Grund, gleich so spitz zu werden. Mann, Mädel, was bist du denn so empfindlich! Mach doch nicht so einen Stress! Wir stehen doch auf deiner Seite! Du hast das völlig in den falschen Hals gekriegt! Wir machen uns wirklich Sorgen um dich!

Nachricht von Amy Buchmüller, vom 27.08.2021

Sandra, ich hab mich gerade verschluckt vor Lachen. Sei doch nicht so humorlos. Das war doch wirklich komisch, das mit dem Kopftuch. Stell dir das doch mal vor! Sie geht raus, mit nichts an, nichts und gar nichts, aber das Kopftuch, das hat sie sich noch umgebunden! Stell dir das mal bildlich vor! Jetzt lach doch mal!

Nachricht von Ayse Konopski, vom 27.08.2021

Hab ich das richtig verstanden, Sandra, was ihr da geschrieben habt? du bist verknallt in Lady Di?

Nachricht von Sandra Zwischenwirt, vom 27.08.2021

Mit euch red ich nicht mehr

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 28.08.2021

Zwischenbilanz

so viele Menschen

da müsst einer
          doch gern sein
               wo ich jetzt bin

keiner

so viele Menschen

da müsst einer
          doch gern sein
               wo ich jetzt bin

jedenfalls
          hier bin ich

Nachricht von Peter Flamm, vom 28.08.2021

Hab noch ein Foto vom Balbutin gefunden. Diana, hast du eine Ahnung, wo das sein könnte? Und warum er das überhaupt aufgenommen hat? Das Foto ist überbelichtet, das muss er mit Absicht gemacht haben, er kennt sich mit seiner Kamera doch gut aus. Hat er versucht, irgendwas rauszukriegen? Waren sie vielleicht da, und er hat gedacht, er kriegt sie auf diese Weise?

Oder er ist überrascht worden, und er hat einfach die Linse draufgehalten und den Auslöser gedrückt, ohne Zeit für die Einstellungen zu haben. Vielleicht ist das sogar mit dem Handy aufgenommen.

Mich lässt der Gedanke an diesen verwünschten leeren Mantel nicht los, in dem Treppenhausbild.

Diana, schau dir das Bild nochmal genau an, vielleicht fällt dir ja doch was ein. Ist er vielleicht jetzt dort? Oder wenigstens irgendwo in der Gegend?

Nachricht von Balbutin Hindrance, vom 29.08.2021

Hab keine Zeit, muss mich beeilen. This is a public library. Sie sind draußen. Vor der Tür. Waiting for me. Sie warten auf mich. I’m fine, really. Don‘t worry about me. Please tell Diana. Ich kann nicht schreiben, nicht an Diana. Ihr versteht mich. I‘m so sorry. Geld, jemand mir hat geschenkt. Ich komm zurecht. But they‘re after me. It‘s not just them. Please. Ihr müsst mir glauben. Da sind noch andere. Ayse, bleib in Weldbrüggen. Bleib bei PvM. Allein, du bist nicht sicher. Bei PvM, du bist sicher. Bitte sagt Diana Bescheid. I‘m so sorry, really sorry.

Ich hab gelesen, Ayse, was du hast geschrieben. Ayse, da ist was. Ich hab Angst. Ich muss das sagen, ich will das nicht sagen. Something is going on. It‘s just the beginning, das hat noch gar nicht angefangen. Da ist was, da geht was los. Das kommt. Ich muss immer an meine Kinder denken. Ich hab was rausgekriegt.

Es geht um Ayse, sorry, I don‘t want, but

Ayse, da ist was mit dir. Du bist anders als wir. Deshalb, du tust solche Sachen.

Ayse. Es ist wegen dir, dass die sind überall, wo wir sind.

Das ist wegen dir.

Who are you?

Nachricht von Ayse Konopski, vom 30.08.2021

Was meint der, was redet der? Beschuldigt der mich? Ich hab doch nichts gemacht!

Nachricht von Diana Hindrance, vom 30.08.2021

Was geht da ab? Also um Ayse geht es? Ich hab immer gewusst, da stimmt was nicht! Ich lass mich nicht länger hinhalten! Ich krieg das raus! Ich krieg alles raus über euch! Ich lass euch auffliegen, auffliegen lass ich euch alle, ich sitz hier allein mit den Kindern, und Balbutin, Balbutin! jetzt red doch mit mir! ich bin doch deine Frau!

Nachricht von Peter Flamm, vom 30.08.2021

Beruhigt euch mal, alle. Ich würd auch gern wissen, was Balbutin gemeint hat. Was er da geschrieben hat, das klang doch irgendwie — verwirrt, oder? Er sagt, er hat Angst. Sie beobachten ihn. Jemand hat ihm Geld geschenkt. Das ist vielleicht ein Anhaltspunkt, Diana, kennst du jemanden, der ihm Geld schenken könnte? Soviel, dass er davon leben kann? Er schreibt, es geht ihm gut, das ist doch schon mal was. Aber was meint er damit, wenn er sagt, es geht um Ayse? Wie kommt er überhaupt darauf? Hat ihm das jemand eingeredet?

Diana, Ayse hat keine Geheimnisse. Die weiß genauso wenig wie wir, was abläuft. Du bildest dir die ganze Zeit ein, wir wüssten was, was wir vor dir geheim halten. Wir wissen nichts. Alles was wir wissen, haben wir schon erzählt.

Wir müssen warten, dass Balbutin sich wieder meldet. Balbutin, schreib doch deiner Frau. Du kannst doch deine Familie nicht so hängen lassen. Es geht doch nicht bloß um uns, es geht um deine Frau und deine Kinder. Schreib doch wenigstens deiner Frau, wo du bist.

Nachricht von Peter von Mundenheim, vom 31.08.2021

Balbutin, du hast Ayse zu Tode erschreckt. Ich hab den ganzen Abend gebraucht, sie wieder zu beruhigen. Ich würde dich fragen, was du dir eigentlich denkst, wenn ich das Gefühl hätte, du bist überhaupt noch in der Lage zu denken.

Was, bitte, soll das heißen: Who are you?

Wer sie ist?

Ayse ist ein Mädchen, ganz einfach ein Mädchen.

Was mich betrifft, ich bin ein genervter alter Mann. Balbutin, normalerweise würde ich zu dir sagen, wir sind sehr froh, dass du endlich von dir hören lässt. Natürlich sind wir froh. Aber wenn du Kontakt zu uns aufnimmst, wäre es schön, du könntest dich so ausdrücken, dass wir dich auch verstehen.

Ich glaube zu verstehen, du hast deine Mail am PC in einer öffentlichen Bibliothek geschrieben. Irgendwo in einer Stadtbücherei, ja? Okay, du hast dich also in ein allgemein zugängliches WLAN eingeloggt und bist nicht weiter als bis dahin zurückverfolgbar. Haben wir verstanden. Und du sagst, du hättest Angst. Willkommen im Club. Draußen auf der Straße waren sie versammelt und haben dich angestarrt? Willkommen im Club. Das heißt aber nicht unbedingt, dass sie auf dich warten. Und schon gar nicht, dass sie hinter dir her sind. Und das hast du doch gemeint, oder? They’re after me, das sind deine Worte. Wenn wir uns dazu äußern sollen, musst du uns schon sagen, wie du darauf kommst. Haben sie eine drohende Haltung eingenommen? Und was willst du uns mitteilen, wenn du sagst, da sind noch andere? Und es fängt alles gerade erst an?

Und vor allem möchte ich wissen, was soll deine Andeutung bedeuten, wir können sie alle nur sehen wegen Ayse? Die tauchen nur auf, weil wir was mit Ayse zu tun haben, nur deshalb?

Du sagst, Ayse soll bei mir bleiben, nur hier in Weldbrüggen wär sie sicher. Dann fragst du sie, wer bist du? als wär sie für uns alle eine Bedrohung. Wer soll daraus schlau werden?

Zu viele Fragen, ich verstehe. Balbutin, das hat keinen Sinn auf diese Weise. Du musst irgendwo wieder an die Oberfläche kommen, am besten bei deiner Familie, bei Diana, wo du hingehörst. Wenn das aus irgendeinem Grund nicht geht oder du nicht willst, dann komm zu uns. Zu mir, oder zu Peter, wie immer.

Hör auf mit den Andeutungen, du machst nichts besser.

Ja, Ayse ist bei mir sicher. Aber es hilft ihr nichts, wenn sie solche Mails wie die von dir lesen muss.

(Nachrichten vom 24. bis 31.08.2021, neu eingestellt auf dieser Seite am 30.04.2022 von Peter Flamm, © Verlag Peter Flamm 2022)